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Heimwärts wandert ein Soldat

[listening to/Evanescence - Lithium]

[mood/zwiespältig]

[reading/Harry Potter und der Halbblutprinz]

[Gute Tat diese Woche/ Einem Obdachlosen aus meiner Zukunft, der aus der Vergangenheit kommt, die meiner Gegenwart entspricht 2 € gegeben]

Es ist echt  krass wie schnell man sich wieder daran gewöhnt viel später ins Bett zu gehen, wenn man mal eine Woche nicht den alltäglichen Pflichten nachgehen muss, sprich: nicht um 6:30 aufstehen muss. Schon kommt es mir wieder vor, als sei ich zu meiner Natur zurückgekehrt. Zurück in den schützend stillen Schoß der Nacht.

Leider kommt es mir dabei wieder vor, als würde ich sämtliche Zeit verschwenden. Dabei stimmt das gar nicht. Warum darf ich mich nicht ohne Rechtfertigung, mal einen tag nicht von der Stelle rühren? Muss ich immer auf Achse sein, damit ich mit mir selbst einigermaßen zufrieden sein kann? Andauernd jammere ich, dass ich zu wenig Zeit für mich selbst habe und dann, wenn ich sie habe bin ich ihrer überdrüssig. Ich verstehe nicht, warum ich nicht einfach drauf scheißen kann. Wahrscheinlich, weil es doch wieder Dinge gibt, die eigentlich erledigt worden sein sollten.

 

Die Geschichte vom Soldaten. – Text von Charles Ferdinand Ranue (oder so) – Musik Von Igor Strawinsky.

Tja, das ist was ich eigentlich mal tun sollte, weil sich einige Leute auf mich verlassen. Und weil ich wohl eigentlich wirklich genug Zeit dafür habe. Den Erzähler hat man mich gebeten zu sprechen/spielen. In einer kleinen Produktion dieses Musiktheaters. Wär ja alles halb so wild, wenn nicht einige Teile meines Textes zur Musik gesprochen werden müssen. Da ich allerdings keinerlei Noten lesen kann, ist es garnicht so einfach die Einsätze zu finden.

Was soll’s. Irgendwie wird das schon gehen, und wenn nicht *g* Dann müssen sie sich halt jemand anderen suchen. Hab mich schließlich nicht dazu gemeldet diese Rolle zu übernehmen. Aber versuchen kann ich’s ja.

 

Es ist einerseits nervig, andererseits sehr schmeichelhaft zu merken, wie er kämpft. Wie er krallt, wie er klammert. Jetzt wo ihm klar wird, dass ich ihm entweiche. Jetzt wo eintritt, was er immer Prophezeit hat. Obwohl er es nie so meinte. Es war immer nur so daher gesagt, „Wenn ich dich aufhalte, dann geh. Ich möchte nicht, dass du dich wegen mir nicht weiter entwickelst“ Schon als er es das erste mal sagte, wusste ich irgendwo in mir, dass er recht hat. Dass er genau das sagt, was tief in mir schon irgendwie schlummerte, aber immer zurückgedrängt wurde, um ja alles so zu behalten wie es grade war. Jetzt wo es soweit ist, jetzt wo ich mich auf den Weg mache, auf meinen Weg, da packt er mein Handgelenk. Kommt mir näher als je zuvor. Er ist viel zu lieb, viel zu süß und viel zu naiv, als dass ich ihm deswegen böse sein könnte, auch wenn es offensichtlich reiner selbstnutz seinerseits ist. Aber bin ich besser? Ich reiße mich von ihm los, ohne klaren Tisch zu machen, ohne ihm zu sagen, was ich vor habe. Seit Jahren haben wir alles miteinander geteilt, beinahe ausnahmslos alles. Und jetzt auf einmal so viel zwischen uns. Unausgesprochenes. Viel Unausgesprochenes von meiner Seite. Dinge, die selbst wenn er sie ahnt (was ich ihm durchaus zutraue) er nie ansprechen würde. Selbst wenn ich ihn verletze, lässt er nicht von mir ab. Aber er ist auch eine Kämpfernatur. Wenn ihm etwas wichtig ist, dann kämpft er. Aber es reicht. Von mir wird er nichts mehr bekommen. So egoistisch das sein mag. Ich will nicht mehr für alles herhalten, ich habe schon aufgehört die Probleme aller anderen zu meinen eigenen zu machen. Wenn ich jetzt noch lerne ein bischen mehr für mich selbst zu sein, dann wird es mir vielleicht besser gehen. Ich könnte kotzen bei diesen Gedanken. Warum? Ich werde zu dem was ich immer verachtet habe, gibt es keinen Zwischenweg? Warum muss man leiden wenn man fühlt? Was immer man tut, es ist immer mit etwas negativem verbunden, wie kann ich extrem glücklich sein, ohne im nächsten Moment spüren zu müssen, wie sich das eine Extrem ins andere wandelt. Fragen die mich wieder abschweifen lassen…

 

~Heimwärts wandert ein Soldat…

sehnt sich bald daheim zu sein~

7.10.06 23:26


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[listening to/ASP – Ich will brennen]

[mood/ängstlich?]

[reading/Harry Potter und der Halbblutprinz]

 

Als hätte er gestern meinen Blogeintrag gelesen brach der Sturm los. Versteckt und leise die Vorzeichen, aber umso verheerender das Ausmaß. Wahrscheinlich habe ich einer gewissen Person zu viel anvertraut. Ein Fehler, den ich scheinbar immer wieder mache. Auch wenn es im Nachhinein vielleicht trotzdem besser ist, wenn es jetzt raus ist. Mein Vorsatz ihn zweimal die Woche zu sehen ist jetzt ausgesprochen. Was zur Folge hatte, dass er erstmal das Gespräch abgebrochen hat.

"ist es blöd zu sagen, dass das nicht fair ist? ich kann dich nicht einfach gehen lassen, es fällt mir zu schwer. andererseits weiß ich auch, dass es dir nicht gut tut. aber für mich ist es immer noch wie eine Illusion, ich glaube es nicht oder will es nicht glauben. ich habe angst, dass wenn ich dich gehen lasse ganz alleine bin, aber ebenso sehe ich ein, dass es nicht richtig ist dich einzunehmen, du verdienst es das zu bekommen was ich dir nicht bieten kann"

Dies war der kurze Moment in dem er aufgebrochen ist. Der Kurze Moment in dem er mir Einblick gewährt hat. Wie selten kam das vor? Wie selten hat er mich sehn lassen, dass er wirklich etwas fühlt. Es tut mir so leid ihm nicht sagen zu können, dass er übertreibt, dass er sich keine Sorgen machen muss. Aber eigentlich tut er es zu Recht, denn ich bin auf dem Weg zu gehen. Und es ist unfair von mir. Aber ist es fair, mich festzuhalten und mich in dieser unendlichen Schleife aus Gefühlen, festzuhalten ohne dass ich darin meine Erfüllung finden könnte. Ich rede mir ein, dass er nicht alleine ist.

Aber schon nach diesem kurzen Satz hätte ich mir sicher sein sollen, dass dritte auf ihn eingeredet haben. Es ist so herzzerreißend, weil ich natürlich viel lieber mich einfach wieder vor seine Füße werfen würde um ihm zu geben, was er braucht. Nur um dann wieder feststellen zu müssen, dass er nicht das braucht, was ich ihm gerne geben würde und dass ich nicht bekommen kann was ich brauche. Es wäre schön, wenn diese schwierige Phase wieder vorbei wäre, wenn wir das schon durch gestanden hätten. *seufzt*

Klar, dass wenn ich seine Befürchtungen nicht entschieden zurückweise, dass er dann die Sache lieber selbst in die Hand nimmt und einen Schluss strich zieht, aber das ist ebenso naiv wie feige und kindisch. Es ist kaum möglich, dass wir uns jetzt „Leb wohl“ sagen, wie er es in seiner Melodramatik bestimmt, um sich selbst vor eventueller Verletzung zu bewahren. Erstens ist mir viel zu wichtig, was wir haben um es so wegzuwerfen und zweitens war es nie meine Absicht ihn „abzuschieben“, wie er es wohl über dritte verstanden hat. Nie war von so was die Rede. Klar werden wir uns vielleicht auseinander leben, aber hallo? So ist doch auch keine Möglichkeit. Ich sehe nicht ein, dass wir Grundlos so ein krankes Verhältnis zueinander haben, indem wir beide den anderen im schlimmsten Fall gar ignorieren, nur um diesem Schlussstrich, der in rage gezogen wurde gerecht zu werden. Das sehe ich nicht ein, und das werde ich nicht zu lassen.

Vielleicht kämpfe ich gerade genauso wie er es tat, aber Ich habe nie alles in Frage gestellt, habe nie auch nur angedeutet alles zu beenden und ihn aufs Abstellgleis zu stellen, so ein Blödsinn!

8.10.06 14:35


[listening to/L’Âme Immortelle – Dein Herz]

[mood/Magenschmerzen,Aufregung&Ungewissheit]

[reading/Harry Potter und der Halbblutprinz]

[Frage der Woche/ Freundschaft oder nicht?]

Morgen ist Freitag. Freitag der 13. nie habe ich wirklich daran geglaubt, dass es ein schlechtes Omen ist. Nie, Meine Mutter hat morgen Geburtstag. Kann das ein schlechter Tag sein? Es kann… es kann…   Wenn morgen der Tag sein soll, an dem ich die Wahrheit(wenn ich sie nur kennen würde...) sage. Wenn morgen der Tag ist, an dem ich einen Schlussstrich ziehe. Mir wird ganz schlecht bei dem Gedanken an den morgigen Tag. 17h am Bahnhof auf Gleiß 9. Ob es einen unpersönlicheren Ort gibt? Ob es etwas gibt, was noch endgültiger ist, als ein Abschied auf einem Bahnhofsgleis? Selbst wenn keiner von uns beiden wirklich wegfährt. Wir beide bleiben wo wir sind. Nur trennen sich unsere Wege. Wege die über zwei Jahre beinahe zu einem verschmolzen sind. Mein weg ist zu seinem geworden. Meiner zu seinem. Nur unsere Hände, geschweige denn unsere Körper haben sich nie berührt. Ich hab es gehofft, es mir gewünscht. Ihm war es zuwider.

Ich habe einen Fehler gemacht. Habe ihm nicht gesagt was ich vorhab. Das macht es noch schlimmer, als die Tatsache selbst, dass ich ihn weniger sehen wollte… oder nicht? Ich weiß es nicht genau. Ich weiß nicht, ob ich in seiner Situation genauso verletzt wäre wie er es zu sein scheint. Ich soll ihm nach einer Woche schweigen alles ins Gesicht sagen… Was soll ich ihm sagen? Soll ich alles wiederholen?

Dass ich Dachte, wir wären schon öfter darüber einig gewesen, dass ein wenig mehr Abstand unserer Freundschaft nur gut tun könnte. Dass das, was wir dafür getan haben die ausgereicht hat. Dass wir beide zu faul waren uns aufzuraffen um etwas zu ändern. Dass ich die Nase voll habe von dem ewigen Kreis, in dem wir uns drehen. Dass ich unserer Freundschaft nicht mehr lange gebe, bis sie sich verläuft, weil mich so wie sie war gefangen fühlte. Dass ich ihn trotzdem sehr schätze und es eigentlich nichts mit ihm als Person zu tun hat(wobei ich nicht weiß ob das stimmt).

Soll ich ihm das sagen, und damit riskieren die Freundschaft total zu zerstören? Um dann vielleicht in ein bis zwei Monaten wieder langsam etwas aufzubauen? Oder soll ich alle Kraft zusammen nehmen, leugnen, bereuen(was ich ehrlicht tue) und mich demütigen indem ich anflehe, die Freundschaft nicht zu beenden, um es zu gegebener Zeit selbst tun zu können, und ihn damit noch mehr zu verletzen… Will ich riskieren, dass ich bekomme was ich eigentlich will? Soll ich wagen, damit ich die Freiheit bekomme, die ich mir wünsche? Soll ich es wagen, mich der Aufgabe zu stellen, die Leere, die zurückbleiben wird, füllen zu müssen?

Wahrscheinlich ist es nur fair, ihn nicht noch mehr zu verletzen, um mich selbst zu schonen. Das Problem ist nur, ich würde mich gerne auf einem Zwischenweg da herauswinden. Ich will nicht, dass die Freundschaft einfach vorbei ist, können wir nicht auf Sparflamme weitermachen?!(was für ein Scheißgedanke)
*seufzt* Ich denke, wie es weitergeht hängt morgen von meinem spontanen Gefühl ab… Und vor allem von seiner Reaktion. Ich habe gar keine Lust, allein die Verantwortung zu übernehmen, für das, was jetzt noch folgt. Und ich werde mich auch nicht verantwortlich machen lassen.

 
~Das Leben wartet,
die Welt in weiß gehüllt,
sie steht still.
Nur ich bewege mich,
beobachte und erzähle…

 
Nach dem Feuer kam die Kälte,
der Frieden ist menschenleer.
Alle Könige sind verbrannt,
die Dummheit ist erfroren.
Diesmal starben beide Brüder.~

[Goethes Erben – Prolog zu einem Märchen]

12.10.06 20:21


Freitag, der 13te

[listening to/ASP - Weltunter]

[mood/Entspannt]

[reading/ Die letzten Seiten von: Harry Potter und der Halbblutprinz]

[Enttäuschung der Woche/ Nicht den LapTop bekommen den ich wollte... *warten muss*]

 

Das Treffen mit ihm lief ganz gut, ich hab mich ausgekotzt, wir waren am Flughafen, standen auf der Dachterrasse. Viel hat er nicht gesagt. Von meiner Seite aus ist soweit jetzt alles in Ordnung, aber im Prinzip war ich eh nicht derjenige, der einen Grund hatte sauer zu sein.

Wie es jetzt weitergeht? Ich weiß es nicht genau, weiß nur: Ich werde nicht wieder in alte Muster verfallen und ihn wieder jeden Tag sehen. Das weiß er auch. Mir scheint als käme es ihm so vor, als „wär die Luft raus“ wie auch immer er das meint. Aber mir solls egal sein. Hauptsache ist für mich wohl, dass sich die Situation entspannt, dass die Wellen geglättet sind. Wie das jetzt weitergeht überlasse ich der Zeit.

Abends:

Eigentlich war U27 geplant, aber durch unvorhergesehene Umgestaltung lief es dann doch anders. Im Stollwerk fand das Tanzfestival „Tanz Hautnah“ statt und da eine Tänzerin die auch in dem Stück mitspielt, in dem ich mitmachen soll, dort getanzt hat, sind wir da mal hingegangen. Mit der Vorstellung, dass das 20 Minuten dauert und wir danach zur Party gehen. Erstmal hatten wir dann Glück, dass wir das überhaupt gefunden haben, da wir noch jemand getroffen haben, den wir kennen und der uns dann dort hinführen konnte

Der nächste schock war dann, dass der Spaß wohl 12€ kosten sollte. Da waren wir schon sicher, dass wir das nicht bezahlen würden. Darüber hinaus, sollten das wohl 5 Gruppen sein, die tanzen und zwar JEWEILS 20 Minuten. Tja… da war unsere Anbendgestaltung auf jeden Fall ziemlich durcheinander. Wir sind dann auch nur rein gegangen, weil der Lehrer der das Theaterstück produziert, und der mir überhaupt erst von der Veranstaltung erzählt hat uns die Hälfte des Eintritts bezahlt hat (an dieser Stelle noch mal ein Dickes Danke ).

Im Nachhinein, bin ich froh da gewesen zu sein. Es war echt teilweise eine sehr gelungene Veranstaltung. Sehr abstrakter Ausdruckstanz oder wie auch immer man das nennen mag. Auf jeden fall sehr cool Danach war es nur leider schon recht spät, und ich war ziemlichmüde, und am Nächsten Tag war früh aufstehen angesagt weil die erste ordentliche Probe für unser Stück anstand, deswegen hatte ich keine Lust mehr noch mal 6€ Eintritt zu bezahlen um ein Stündchen noch zu feiern. Jetzt heißt es wieder einen Monat warten, bis die Nächste ist… aber was solls. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich irgendwas verpasst hab. Da war der Abschluss des Abends im Subway doch die bessere Wahl.

15.10.06 14:49


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