Gift für die Seele b {color:#000000;} i {color:#000000;} u {color:#000000;}
Neues Jahr Neues Glück

[listening to/Helium Vola - Selig]

[mood/kränklich aber recht gut drauf]

[reading/ Jonathan Safran Foer – Alles ist erleuchtet]

[Gefühl der Woche/Schlapp und Krank]

[momentanes Motto/"Keiner muss Angst haben als Jungfrau zu sterben, den das Schicksal fickt jeden!"]

Hm… das neue Jahr hat nicht gut begonnen. Wenn man mit Gefühlen kämpfen muss. Wenn Gefühle, die man niedergedrückt hatte, wieder emporkommen, aufgewühlt werden. Wenn Alkohol im Spiel ist und das Verlangen größer, der Blick für die Realität unklarer wird. Dann sind das keine guten Vorraussetzungen für ein neues Jahr.

Dementsprechend niedergeschlagen begann ich mein neues Jahr. Aufs Neue in den Konflikt geraten. Ob es sich lohnt eine Freundschaft mit ihm aufrecht zu erhalten, wenn es mit so viel schmerz verbunden ist. Und jetzt sind wieder drei Wochen vergangen. In denen ich ihn immer weniger gesehen habe. Und das ist auch besser so. ich warte zwar schon wieder nur noch darauf, dass er sich doch wieder fragt, ob was nicht stimmt, weil ich auf abstand gehe, Aber na ja. Was soll ich machen, wenn er es anspricht, verspreche ich mir selbst, werde ich diese aussichtslose „Freundschaft“ beenden… ein Schlussstrich ziehen und hoffen, dass ich das richtige tue. Auch wenn es nie wieder so wird wie früher… Viel schlimmer und unangenehmer kann es einfach nicht mehr werden. Manchmal tut er mir leid. Wie er sich in den Sport flüchtet, wie er sich selbst nicht erkennen kann, wie er ins einen Werten und Strukturen fest hängt. Aber es ist nicht meine Aufgabe ihn da raus zu holen. Ich habe in der Richtung mein bestes getan und sehe auch nicht ein noch mehr Mühe in diese Sache zu investieren, die eh nur wenig Aussicht auf Erfolg hat.

Meine ersten Erfahrungen mit einem Mann hatte ich im letzten Dezember. Ich weiß gar nicht, warum ich darüber noch keinen eigenen Blogeintrag gemacht habe. *g* Auf jeden Fall war es eine sehr schöne Erfahrung. Ein sehr schöner Abend. Zwar mit einem schlechten Gewissen ihm gegenüber verbunden, aber im Endeffekt ist er selber schuld, wenn ich sage, dass das für mich nur ein Flirt sein wird (von vornherein) und er sich trotzdem mehr erhofft kann ich ihm auch nicht helfen. Aber es war eigentlich genau das,was ich mal gebraucht habe. Ein bischen Bestätigung, dass man mich begehrenswert finden kann. Es ist einfach so, taten haben bei mir mehr Wirkung als Worte. Außerdem können meine besten Freunde mir noch so oft sagen,dass ich durchaus attraktiv bin, wenn Jahrelang niemand anders auf den Trichter kommt Naja, auf jeden Fall habe ich den Abend mit ihm genossen und nichts bereut. Auch dass ich sein Angebot abgelehnt habe, mit ihm allein zu sein, was ihn letztlich so enttäuscht hat, dass er abgehauen ist, war die richtige Entscheidung. Da ich schon so lange auf mein erstes Mal warte, habe ich schon lange aufgehört auf Mrs oder Mr Right zu warten. Ich hatte eigentlich vor mich bei der ersten Gelegenheit einfach hinzugeben, nur um es endlich hinter mir zu haben, um mich von dem Druck zu befreien, den ich mir selbst auflade. Aber letztlich, als es soweit war, hatte ich Angst. Angst etwas zu überstürzen. Angst mein erstes Mal mit einem Mann zu haben, der viel erfahrener ist (obwohl das eine Fantasie ist die mir nicht unbedingt „Unlust“ bereitet), mich aber nicht im Geringsten von seinem Intellekt überzeugen konnte… es vielleicht auch gar nicht versucht hat. Außerdem einem Mann bei dem ich genau weiß, da nie irgendwelche Gefühle dabei sein werden. Und davor habe ich Angst. Ich habe einmal die Berührung von Lippen gespürt, denen ich wirklich zugetan war. Ich vermisse dieses Gefühl. Ich habe an dem Abend vermisst, an dem ich mich in einem Moment an ihn geschmiegt habe, fordernd, verlangend und mich im nächsten wieder unsicher zurückgezogen habe. Aber ich habe dieses Gefühl vermisst. Die Aufregung jemanden zu Berühren, der nicht irgendwer ist. Jemand den ich mag. Ich habe angst, dass ich mir zuviel erhoffe. Vielleicht gibt es dieses Gefühl nur einmal, und danach nie mehr? Vielleicht werde ich den Rest meines Lebens küssen und dieses Gefühl nie wieder spüren, weil es nicht mehr existiert. Ich will nicht, dass etwas worauf ich mich so freue, was ich so erhebe, einfach „normal“ ist. Unspektakulär. Ich möchte dass es schön ist. Nicht einfaches rumlecken in einem fremden Mund. Nicht das Rumstochern in einem fremden Körper. Das ist es, was ich nicht will, was ich bei meinem ersten Mal nicht will. Und das ist es was mich befürchten lässt, dass ich vielleicht vergeblich auf mein erstes Mal warte. Aber ich habe wenigstens Begriffen, dass das, was ich an dem Abend hatte nicht das ist, was ich brauche, was ich mir wünsche. Nicht das ist, wonach ich suchen sollte, wie ich es bisher tat. Wahrscheinlich wiederhole ich mich mal wieder. Alles was ich mir selbst noch mal vor Augen führen will ist: Ich habe alles richtig gemacht. Ich werde mich nicht irgendwem einfach vor die Füße werfen, denn ich bin jemand. Jemand der mehr verdient hat. (Oh Mann, wie traurig und verzweifelt das klingen muss, wenn ich das von jemand anders lesen würde, würde ich ihn auslachen, befürchte ich)

Jetzt hab ich mal wieder den Faden verloren, schade….

~Wenn die Nacht den Schleier niedersenkt
auf Felder, Wald und Tal
erheben sich die Schatten
aus den Gräbern grau und fahl!

Und so zieh ich meine Kreise,
ehre die Ahnen auf meine Weise!
Heldensagen Heb den Blick und lass ihn schweifen
ihr traurig Schicksal zu begreifen!~

(Equilibrium- Tote Heldensagen)
20.1.07 20:25


Werbung


Gratis bloggen bei
myblog.de