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Urlaub Sardinien 2008 (II)

Ob ic Angst habe beim Autofahren, hast du mich einmal gefragt. Ich denke schon, dass ich einen größeren Respekt vor einem PKW habe als so manch anderer. Angst würde ich es Dennoch nicht nennen. Ich habe hier gemerkt, dass ich im Gegensatz zu den Anderen viel unsicherer bin, obwohl ich mich eigentlich doch viel besser auskennen sollte. Ich denke da spielt mein Fahrlehrer eine große Rolle. Der hat mich immer ziemlich verunsichert. Darüberhinaus habe ich ich schon eine gewisse Angst Unfälle zu verursachen. Die paar Sachen, die mir schon passiert sind. reichen mir dicke. Ich hasse das. Ich wäre gern mutiger im Verkehr, aber meistens siegt dann die Unsicherheit.

Das Problem an dem, was ich hier schreibe ist, die Frage " werde ich es die überhaupt irgendwann zeigen können?" Ich habe die Vorstellung, dass der Partner in einer Beziehung wenigstens versuchen sollte die Schwächen des anderen zu kompensieren. Statt dessen habe ich oft das Gefühl,dass jede Schwäche, die ich zeige gegen mich verwendet werden könnte. Kleine bemerkungen sind es dann, die mich aus der Bahn werfen, weil ich nich einordnen kann, was du mir damit sagen willst. Für mich ist in dem Moment dein Verhalten absolut widersprüchlich. Z.B. sagst du etwas absolut kritisches und gebärdest liebevoll. Was soll ich davon halten? Warum drückst du dich nicht einfach auch so aus, wenn du es nicht so gehässig meinst?! Warum merkst du nicht, wenn du mich in Verlegenheit bringst? Oder wenn du es merkst, warum tust du es dann immer wieder?
Klar, im Endeffekt sind es Unsicherheiten, die auf mich zurückzuführen sind, aber warum verstärkst du sie, reitest auf ihnen herum, statt dich vielleicht mal in mich hinein zu versetzen. Ich finde den Gedanken sehr schade, dass selbst wenn ich dir dies hier zu lesen gäbe, du es auf deinen Schreibtisch legen und dort vergessen würdest. Dass du trotzdem nichts an deinem Tagesablauf ändern würdest. Deine soaps schaust, vielleicht zwischendurch (in der Werbepause) mal einen flüchtigen Blick in dieses kleine Buch werfen würdest und dann dem Leben erfundener Charaktäre fernab aller Realität auf dich wirken lässt. Dir Details ihres Lebens einprägst. Manchmal, wenn wir uns unterhalten habe ich das Gefühl, ich könnte meine Gedanken und Erlebnisse genauso gut in meinen Webblog tippen, den keiner liest.
Meist siehst du mich nichtmal an, wenn ich mit dir Spreche. Du stellst keine Zwischenfragen, alles was du von dir gibst ist ein abwesendes "mhm..." während dein Blick in Reklameprospekte oder auf den Flimmerkasten geheftet ist. Du wunderst dich, warum ich dir wenig erzähle, aber wenn alles was ich zur antwort bekomme sind irgendwelche Eifersüchteleien, wenn es um Kerle geht, oder Kommentare die das Gespräch beenden. Ich weiß nicht, ob eine 3- Jährige Beziehung dazu führen muss einen solchen Gesprächsstil zu entwickeln, aber mit deinen Mädels redest du ja schließlich auch mehr. Mir ist durchaus klar, dass das mit mir nicht zu vergleichen ist, da ihr euch ja schon viel länger kennt.
ICh komme mir meist ziemlich nörglerisch vor, wenn ich mich andauerd über alles mögliche beschwere und es aussieht als würde ich kein gutes Blatt an dir lassen. Aber es ist nun mal wie immer, die negativen Dinge bewegen einen oft mehr oder länger. Es ist oft schwer sich auf das zu konzentrieren, was wirklich zählt. Ich glaube der Urlaub ist für mich auch eine Möglichkeit herauszufinden, wie ich zu dir stehe. Blöd ist nur, dass du hier nicht die Chance hast mit mir diesen Weg zu gehen. Mit mir herauszufinden wohin das alles führt. Oder ist es gut meinen Gedanken, Eindrücken dabei zuzusehen, wie sie sich festigen und langsam für mich eine Art Realität bilden, die vielleicht nicht unbedingt mit deiner, oder irgendeiner anderen übereinstimmt?

2.8.08 14:32
 


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