Gift für die Seele b {color:#000000;} i {color:#000000;} u {color:#000000;}
Nachgedanken

[listening to / Scotty - The Black Pearl]

[mood /  unknown]

[reading / Oscar Wilde - Der Glückliche Prinz (und andere Märchen)]

[Aufgabe der Woche /2much - and nothing done]

 

Klärende Gespräche sind wie Balsam für die Seele. Eine Zeit, die vielleicht erst als aufreibend in Erinnerung blieb, wird im nach hinein glatter, anschmiegsamer und auf die schönen Erinnerungen beschränkt. Negatives  verwandelt sich in Anekdoten, über die man gerne lacht. Sei es die Todesangst in engen Kurven am Berg, sein es giftige Worte wegen Scheibenwischern, sei es das Essen, die Hitze oder die Unnötigkeit eines teuren "Vergnügens" gekrönt von einer spektakulären Bootsfahrt mit 2 km/h. Oder sein touristische Pilgerwanderungen in vermeintlich verlassene Buchten und angst um das Auto auf nicht enden wollenden Schotterstraßen. Fahrten mit 90% Steigung und Sackgassen im Naturschutzgebiet bei Nacht. Sei es die immer gleiche Musik: zu ruhig, zu tiefsinnig, zu leise oder zu laut, zuviel viel Techno, zu wenig Sommer und immer wieder von vorn. Sei es die Uneinigkeit verschiedener Interessen und Bedürfnisse.
Das alles hat Nerven und Herzblut gekostet, es floss Benzin und Schweiß. Aber im Endeffekt hat es sich gelohnt, für den allabendlichen Schlummertrunk, Schafe und Ferkel im Arm, Tiermist an den Flip-Flops(und nackten Füßen). Für Sonnenuntergänge, verlassene Mienenlandschaften, wie Kulissen im Film. Für eine Nacht am Strand in der wir Sternschnuppen zählten bis uns die Wünsche ausgingen, das tollen im Sand, die Freiheit im Meer. Für gemeinsames Kochen, gemeinsames Spülen. Für einsame Stunden und das geschriebene Wort. Für die schäumende Gischt, die einem ins Gesicht spritzt und für kühle, feuchte Luft im einstigen Zuhause der Robben. Für Mirto und Limoncello, Aguardente und Marcello. Für Salvator-Angelo, eine amüsante Hochzeit und noch mehr Essen. Für einen lächelnden Franzosen, niedliche Welpen und verbrannte Haut. Für Nächte an Bord, auf hoher See, nichts als Sterne und Meer. Wo auch immer die verschwommene Grenze war, es ist einerlei, wir haben sie zusammen überschritten. Wir waren Mittendrin. Der Wind durchfuhr uns und trug weg, was hinter uns lag. Keiner hat den Blick zurückgewandt, alle streckten wir die Nase in den Wind. Auf zu neuen Ufern.
Ich freue mich jetzt schon darauf, wie wir das nächste Mal, mit Meersalzverklebten „Frisuren“, fleckig verbrannten Beinen und dem absolut gammligsten Touristenoutfit das Einkaufszentrum stürmen um mit einem eigenwilligen Einkaufswagen Leute und Regale zu rammen.

Ich danke euch dafür, und für ein insgesamt schönes Jahr. Auch wenn wir dieses Jahr alle unsere eigenen Wege gehen, jeder in einer anderen Stadt, in einem anderen Land das neue Jahr begrüßen: Ich denke an euch und freue mich auf viele weitere Jahre, die so und noch viel schöner werden!

 

31.12.08 17:19
 


Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de